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Spezialgebiete

Erstaunlich vollständig präsentieren sich die Fachgebiete der Ayurveda-Medizin; ähnlich wie bei uns wurde bei der Entwicklung dieses indischen Medizinsystems eine Aufteilung in acht Hauptfachbereiche getroffen, die bis heute gültig ist.

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Erstaunlich vollständig präsentieren sich die Fachgebiete der Ayurveda-Medizin; ähnlich wie bei uns wurde bei der Entwicklung dieses indischen Medizinsystems eine Aufteilung in acht Hauptfachbereiche getroffen, die bis heute gültig ist.

Die ganzheitlichen Heilmethoden der Ayurveda-Medizin werden nach jahrhundertealten Lehren praktiziert. Schon in der frühen Entwicklung des ayurvedischen Medizinsystems wurden von den Acharyas, den „Ayurveda-Eingeweihten“, acht Bereiche (angas) vorgeschlagen, in denen speziell geschulte Fachleute tätig sind: Allgemeinmedizin, Kinderheilkunde, Psychiatrie, Kopfheilkunde, Chirurgie, Toxikologie, Heilkunde für Verjüngung und bei Alter, Behandlung der sexuellen Kraft und Vitalität.

Allgemeinarzt.
Von seinem Ansatz her ist das Ayurveda-System erstaunlich vollständig aufgebaut. Diese acht Fachrichtungen wurden im einzelnen dann weiterentwickelt, auch aufgrund heutiger medizinischer Methoden.

Wie es bei Ihnen in Europa die Krankenkassen gerne möchten, sucht auch bei der Ayurveda-Behandlung der Patient zuerst den Allgemeinmediziner auf, der eine umfassende Diagnose stellt und im Bedarfsfall an den Spezialisten weitervermittelt. Kaya chikitsa ist der Begriff für Allgemeinmedizin. Hier geht es um das innere Gleichgewicht von Seele, Geist und Leib. Erforscht werden auffällige Symptome und die Ursachen von Störungen. Bei der Behandlung nehmen reinigende und aufbauende Prozeduren (Pancha Karma, Rasayana) einen breiten Raum ein. In dieses Gebiet fallen die Pflanzenheilkunde, sowie individuell zugeschnittene Empfehlungen für Ernährung und Verhalten. Im Blick bleibt immer die psychosomatische Wechselwirkung, also die gegenseitige Beeinflussung von Seele und Leib. Bereits der römische Satirendichter Iuvenal (verstorben um 140 nach Christus) hielt es für empfehlenswert, die Götter um körperliche Gesundheit und gesunden Menschenverstand zu bitten: orandum est, ut sit mens sana in corpore sano.

Gestörte Harmonie.
Der erste Schritt jeder erfolgreichen Behandlung ist eine treffsichere Diagnose. Gesucht wird nach den Ursachen der Störung oder Erkrankung. Am Anfang der Ayurveda-Schule wurden sechs Stufen des Krankheitsverlaufs herausgearbeitet: Verschlechterung, Häufung, Überlauf, Verlagerung, Schwellung und erkennbare krankhafte Störung. Dabei ist verblüffend, dass die moderne Medizin mit all ihren technischen Diagnosemöglichkeiten nur die beiden letzten dieser sechs Erkrankungsstadien erfassen kann. Ayurveda-Ärzte dagegen vermögen infolge ihrer einfühlsameren Diagnosemethoden eine Krankheit bereits im Keim zu ersticken.

Nach Ayurveda-Lehre beruht Gesundheit auf dem Gleichgewicht der drei Doshas: Vata, Pitta und Kapha. Darunter sind keine körperlichen Substanzen zu verstehen, sondern höchst dynamische Kräfte, die alle physiolo- gischen Prozesse im Körper steuern. Krankheit resultiert aus dem Ungleichgewicht dieser drei Kräfte. Heilung erfolgt durch das ausgleichende Zuführen von mangelnden Lebensenergien und durch Reduzieren von überreich vorhandenen. Nur als letztes Mittel der Heilung werden Operationen vorgenommen.

Fünffache Reinigung.
Der wichtige Schlüsselbegriff ist Pancha Karma, fünffache Behandlung. Denn auf fünf verschiedene Weisen wird der Körper von Abbauprodukten des Stoffwech- sels und von Umweltgiften gereinigt. Zur dieser Reinigung des Körpers und Geistes von Giftstoffen können mehr als zweitausend Heilpflanzen unterstützend eingesetzt werden. Im Sinne einer psychosomatischen Sichtweise bedarf es auch einer „geistigen Entschlackung“, einer intensiven und mutigen Bearbeitung von belastenden Erfahrungen und ungelösten Konflikten.

Der Weg der Krankheit wird sozusagen zurückverfolgt, vom äußeren Erscheinungsbild über den Blutstrom bis in den Magen-Darm-Trakt. Zur Anwendung kommen Diäten, Öl-Massagen, Strömungstherapie (Stirnölguss), spezielle Formen des Erbrechens und der Darmspülung, Aderlass, Inhalation von Kräuterrauch oder Naseneinläufe – drastische Methoden der Reinigung aus westlicher Sicht. Erzielt wird die Auffrischung, Verjüngung und Wiederherstellung der Zellen und des Gewebes, nach Entfernung der Giftstoffe. Neben der Allgemeinmedizin (Kaya chikitsa) bestehen weitere sieben Spezialgebiete.

In Dondapudi, im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh, betreuen die Franziskaner-Minoriten das Heiligtum Bala Yesu (Jesuskind). Dieses Sanskritwort steckt auch in Bala chikitsa, der Kinderheilkunde in Ayurveda. Hier geht es um die Pflege des Kindes im Mutterleib, nach der Geburt und in seinen ersten Lebensjahren: Konstitution und Intelligenz, Kinderkrankheiten und Geburtshilfe.
Zum Fachbereich Graha chikitsa (Psychiatrie) gehört die Heilung oder Linderung von seelischen Störungen und Geisteskrankheiten. Angewendet werden Kräuter, Diäten, Yoga-Übungen, Meditation, Atemtechniken und Mantras.
Unters Messer. Mit den Krankheiten des Kopfes (Augen, Hals, Nasen, Ohren) befasst sich Shalakya chikitsa. Der indische Arzt Sushruta beschrieb im 6. Jahrhundert vor Christus chirurgische Eingriffe bei Linsentrübung; er übertrug Hautpartien auf ein beschädigtes Ohr und entwickelte die Nasenplastik.
Die eigentliche Chirurgie, Salya chikitsa, behandelt krankhafte Störungen und Veränderungen des Organismus. Ayurveda kann auch hier auf die Erfahrungen Sushrutas zurückgreifen: Darmverschluss, Blasensteine. Im übrigen praktizierte dieser bereits das Sezieren von Leichen, um das Erlernen von Ayurveda zu erleichtern.
Bei der Visha chikitsa, der Toxikologie, also der Behandlung von Vergiftungen, geht es um pflanzliche, mineralische und tierische Gifte, neuerdings auch um Luft- und Umweltverschmutzung sowie Epidemien.
In Indien sind Ratschläge und Mittelchen, die ein langes Leben verheißen und das Alter erträglich machen, begehrt. Damit befasst sich Rasayana chikitsa, die Heilkunde für Verjüngung und Altersbeschwerden. Eine ethisch einwandfreie und tugendhafte Lebensweise gilt dabei als Voraussetzung für ein langes Leben.

Um Vitalität und sexuelle Potenz geht es bei Vajikarana chikitsa. Sie befasst sich auch mit der Unfruchtbarkeit kinderloser Eheleute.